Helenabrunn

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Helenabrunn ist eine Gemeinde der Stadt Viersen im Westen der Stadt. Nachbargemeinden Beberich VIE Zentrum MG Großheide Windberg

  • Helenenbrunnen
  • Brunnenstr
  • Ummtertalstr

Helenenbrunnen

Info

WO: Viersen-Helenabrunn
Gegenüber der Pfarrkirche

Geschichte:
Eine fromme Legende berichtet von einer Pilgerfahrt derKaiserin Helena.
In dieser Gegend soll sie gerastet und nach Wasser gesucht haben.
Ein Knabe führte sie zur Quelle eines Einsiedlers.
Zum Dank ließ sie die Kirche St. Helena erbauen.

aus http://www.viersen.de/C125704A0030C552/html/F90B486696009841C125708A002804B3?OpenDocumentBeschreibung
Der Ursprung des Helenenbrunnens geht zurück auf folgende Legende: Die Kaiserin Helena befindet sich auf einer Wallfahrt von St. Gereon in Köln zum Grab des Heiligen Victor in Xanten. Es ist Hochsommer und Helena ist sehr durstig. Im heutigen Stadtteil Helenabrunn führt ein Junge die Kaiserin und ihr Gefolge zu einem Klausner, der einen Brunnen besitzt. Nachdem sie ihren Durst gelöscht hat, dankt sie dem Mann mit einem Geldbetrag, von dem ein Heiligenstock zu Ehren des heiligen Apostel Matthias neben dem Brunnen errichtet werden soll.

Daraufhin pilgern jahrhundertelang Gläubige zum Heiligenstock; hier wird später die Helenakapelle erbaut.

Im Jahr 1585 ist der Brunnen laut Urkunde von einem Brunnenhäuschen eingefasst. Die heutige Anlage, jedoch ohne die Statue der Heiligen Helena, wird 1795 von Rektor Anton Kimmel ausgeführt. Zwischen zwei niedrigen Mauersockeln erhebt sich ein geschwungener Aufbau. Das Brunnengehäuse besitzt eine rosa Farbgebung mit braunem Umfassungsrand. In der Mitte verschließt ein rundbogig ausgeführtes schmiedeeisernes Törchen den Brunnenschacht. Zwischen vertikalen Stäben befindet sich die Darstellung eines Kreuzes mit einem Kreis darunter, aus dem vier Wasserstrahlen entspringen, die weiter unten auf zwei Wasserwellen treffen. Über dem Rundbogen ist ein alter Stein in Kartuschenform eingemauert. Er trägt die Inschrift: Fons Helena.

Rechts und links des Bogens befinden sich zwei Inschriftentafeln mit den Namen der Stifter.

Im Jahre 1872 wird die Sandsteinstatue der Heiligen Helena auf der abgeflachten Spitze des Brunnengehäuses errichtet. Sie trägt ein langes faltenreiches Gewand, in der rechten Hand ein großes, diagonal vor ihrem Körper geführtes Kreuz. Die Krone auf dem Haupt der einfarbig weiß gefassten Figur ist vergoldet.

Seit dem Jahre 1910 liegt der Helenenbrunnen wegen des gesunkenen Grundwasserspiegels trocken.

Brunnenstr /Helenenstr

Gesangsverein

Ehrenmal

Geschichte
Während zunächst die Vereine und Kirchengemeinden in den Jahren zwischen 1919 bis 1925 Denkmäler zur Erinnerung an ihre Toten des 1. Weltkrieges aufstellten, folgten ab 1926 bis 1932 die Zivilgemeinde Viersen und ihre Sektionen. Das Schlusslicht bildete Helenabrunn. Unter dem Vorsitz des Lehrers Josef Krall wurde im Jahr 1928 ein Ausschuss eingesetzt, der durch die katholische Kirchengemeinde Helenabrunn unterstützt wurde. Sie stellte das Grundstück an der Kirche mit der Bedingung zur Verfügung, dass das Denkmal einen christlichen Charakter haben musste. Mit der Ausführung des Denkmals wurde nach einem Wettbewerb der Düsseldorfer Bildhauer Josef Schneider beauftragt. Er entwarf eine Figurengruppe aus Bronze, die auf einem hohen Sockel steht. Die Denkmalskosten in Höhe von 7.230,00 Mark wurden durch monatliche Beiträge von 20-50 Pfennig 3 Jahre lang unter den Einwohnern gesammelt. Somit konnte das Denkmal erst im September 1932 feierlich eingeweiht werden.

1942 musste die Figurengruppe auf Anordnung des Reichministers des Innern abgeliefert werden, da zur Verstärkung der Rüstungsreserven alle Denkmäler aus Kupfer und Bronze auf öffentlichen Plätzen herangezogen wurden. Ihr wurde kein künstlerischer oder geschichtlicher Wert beigemessen, der dies verhindert hätte.

1951 machte der Helenabrunner Pfarrer Dr. Vogtland das Denkmal im Düsseldorfer Hafen unter einem Altmetalllager ausfindig. Er sorgte für die Neuaufstellung an der Kirche an einer etwas entfernteren Stelle als ursprünglich. Dabei wurde der Sockel gedreht und die ehemalige Rückseite mit einer neuen, die Opfer des 2. Weltkriegs aufführenden Inschrift versehen.

Beschreibung
Der Düsseldorfer Bildhauer Josef Schneider schuf eine Figurengruppe. Dabei steht Christus zwischen dem als Soldat in den Krieg ziehenden Mann und der mit ihrem kleinen Kind zu Hause bleibenden Frau. Die Figur Jesus, im leicht gefalteten Gewand und Überwurf, mit Bart und gescheiteltem längeren Haupthaar entspricht dem byzantinischen Typ. Während seine linke Hand schützend auf dem Haupt der Mutter liegt, ist seine rechte Hand zum Segen des Soldaten erhoben. Sein Blick ist nach unten zu ihm gewandt.

Die Mutter, in sitzender Position, trägt ihr Kind eng an der Brust und beschützt es mit beiden Armen. Ihr Kopf ist zu ihm tief heruntergebeugt. Sie trägt ein leicht gefaltetes einfaches Gewand. Ihr Haar ist streng gescheitelt.

Der Soldat im langen Soldatenmantel trägt in der rechten Hand seinen Helm und ursprünglich in der linken sein Gewehr. Dieses ist beim Abbau 1942 verlorengegangen und nicht wieder ergänzt worden. Er kniet vor Jesus und hat seinen Kopf zu ihm nach oben gerichtet.

Der Sockel der Gruppe ist offensichtlich bei seinem Wiederaufbau im Jahr 1951 gedreht worden. Rückwärtig ist in einer bossierten Oberfläche ein glattes Feld mit der Inschrift

Treue um Treue

zu lesen. Rechts und links wird es von 2 Eisernen Kreuzen und den Jahreszahlen 1914 und 1918 eingerahmt. Vorderseitig ist in einer bossierten Fläche eine Inschrift in erhabenen Buchstaben sichtbar:

Den Toten zum Gedenken
1914-1918
1939-1945

Die Denkmäler nach dem 1. Weltkrieg zeigen eine große Motivvielfalt. Dabei sind christliche Attribute, allein oder in Verbindung mit weltlichen Symbolen, häufig vorzufinden. Dabei bilden die „sentimentalen" Denkmäler die zweitstärkste Gruppe unter den religiösen Darstellungen. Seit dem 19. Jahrhundert sind Motive, die den Wunsch nach Trost und Hoffnung in der Trauer erfüllen, in der Grabmalkunst wiederzufinden.

Die Figurengruppe verbildlicht, dass Christus beiden nahesteht. Zum einen tröstet und beschützt er die mit ihrem Kind zurückbleibende Frau, zum anderen gibt er dem Soldaten seinen Segen und Abschiedsgruß gleichsam mit ins Kriegsfeld. Somit scheint die Trennung auch christlich legitimiert, quasi gottgewollt. So sah der Helenabrunner Pfarrer Dr. Vogtlandt in seiner Rede zur Einweihung das Denkmal als Symbol für die christlichen Werte Glaube, Liebe und Hoffnung, die segnende Hand Christi als Segen und Schutz für alle.

Das Kriegerdenkmal in Helenabrunn ist ein Beispiel für den Gemeinschaftssinn der Bürger dieser Sektion. Das ausgeführte Monument spiegelt ihre tiefe Verwurzelung im katholischen Glauben wider.

aushttp://www.viersen.de/C125704A0030C552/html/820A0002244141C7C12573B40034AD73?OpenDocument

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